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Festsitzende Schrauben/Muttern

 

Ein Danke an Frank C. für die Zusammenstellung zum Teil aus unseren Forumsbeiträgen

 

Anmerkungen, Erweiterungen und Berichtigungen sind ausdrücklich erwünscht! Sendet diese bitte an webmaster@suleica-orion-club.de

 

Das Lösen von extrem festsitzenden Schrauben und Muttern.
Dabei greift man sehr gern zum „Griessheim-Schlüssel“ (autogenes Schweißgerät) oder zur Lötlampe.
Das ist auch OK, aber manchmal, wegen Gummi- oder Kunststoffteilen, nicht zu empfehlen. Hier sind Rostlöser, 2 Hämmer und evtl. ein stumpfer Meißel oder ein Stück Flacheisen die bessere Lösung.
Den Rostlöser gut einwirken lassen (evtl. auch 24 Std.). Der eine Hammer wird mit der Finne (das ist die Spitze des Hammers) gegen eine Fläche der Mutter gehalten. Mit dem Zweiten (mit der Finne) auf die gegenüber liegende Fläche geschlagen.


Dabei unbedingt eine Schutzbrille aufsetzen (der Rostlöser spritzt und auch Rostpartikel könnten fliegen). Diese Variante ist nur für „Treffsichere“ geeignet, denn schnell ist das Gewinde hin. Alle anderen benötigen Hilfe durch eine 2. Person.
Die 2. Person hält den Hammer gegen eine Fläche der Sechskantmutter. Der Andere nimmt einen stumpfen Meißel oder ein Stück Flacheisen und schlägt auf der gegenüber liegenden Seite auf die Mutter.
Auf diese Art und Weise alle sechs Flächen der Mutter behandeln (auch hier die Schutzbrille nicht vergessen). Jetzt sollte sich die Mutter lösen lassen - wenn nicht, beliebig oft wiederholen. Sollte das alles nicht helfen - Mutter mit einem „Mutternsprenger“ oder einem scharfen Meißel auftrennen.

 

Manche Muttern sind durch Splinte gesichert. Auch die können Ärger machen. Wenn diese sich nicht entfernen lassen, empfehle ich: Bei kleinen Splinten einfach den Kopf und die Enden abschneiden, den Rest durch Lösen der Mutter abdrehen. Später, am Ausgebauten Teil ausbohren (gilt speziell für Spurstangen).
Bei größeren Splinten (ab 4 mm), ist ein Abdrehen nur noch sehr schwer machbar. Hier gilt, Kopf und Enden mit einem scharfen Meißel abtrennen und vor Ort ausbohren. Zum Ausbohren immer erst einen etwas kleineren Bohrer auswählen.
Der Rest fällt dann von allein heraus bzw. lässt sich dann mit dem passenden Bohrer entfernen ohne das Splintloch zu beschädigen.

Für Schrauben, z.B. die Schlitzschrauben die die Bremstrommel fixieren hat sich auch ein "Schlagschrauber" bewehr gemacht. Das ist eine Art Schraubendreher mit Bitaufsatz, der mit einem Hammer bearbeitet wird. Währen der Druck ausgeübt wird, dreht sich der Biteinsatz minimal nach links oder rechts und löst so die Schraube ohne gleich den Schlitz zu beschädigen oder rund zu drehen.


Beschädigte Gewinde lassen sich mit einer Gewindefeile aufarbeiten. Am Ende der Gewindefeile ist eine Gewindelehre.
Mit dieser lässt sich die Steigung des Gewindes feststellen. Die Zacken der Gewindelehre einfach in das Gewinde halten. Stimmt es überein, so ist diese Fläche der Feile zur Aufarbeitung des Gewindes geeignet. Die Gewindefeile arbeitet wie eine Säge - auf Druck - (nach vorn).


Außerdem lässt sich auch eine Kronenmutter hervorragend als Gewindeschneid-Werkzeug verwenden. Hierzu dreht man diese verkehrt herum (mit der Krone) auf das Gewinde, dann ein Stück lösen - wieder anziehen und etwas weiter drehen - lösen - anziehen, weiterdrehen - lösen  usw.

 

Noch ein kleiner Tipp. Rund genudelte Innensechskant-Schrauben (z.B. von der Antriebswelle) lassen sich evtl. mit einer Vielzahn-Nuss der gleichen Größe doch noch lösen. Dazu die Vielzahn-Nuss in den vermurksten Innensechskant der Schraube schlagen.