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Vorderachse - Orion I & II

 

Ein Danke an Frank C. für die Zusammenstellung zum Teil aus unseren Forumsbeiträgen

 

Anmerkungen, Erweiterungen und Berichtigungen sind ausdrücklich erwünscht! Sendet diese bitte an webmaster@suleica-orion-club.de

 

1.)      Austausch des Traggelenks (unten) und des Führungsgelenks (oben).
           Erneuerung der Gummilager am Dreieckslenker.

Radmuttern lösen, danach im noch belasteten Zustand den Stoßdämpfer ausbauen. Kronenmutter am Traggelenk entsplinten und losschrauben. Ist die Mutter leichtgängig, diese wieder anschrauben. Das Gelenk vom Konus abdrücken. Danach die obere Schraube am Traggelenk lösen und entfernen (Einbaurichtung beachten).

Zur Erneuerung der Gummilager zusätzlich die Querstrebe vorn am Dreieckslenker (wenn vorhanden, auch die hintere) ausbauen. Danach das Fahrzeug aufbocken und das Rad abnehmen. Den Wagenheber unter der Bremstrommel ansetzen und leicht vorspannen. Das Traggelenk aus der Lenknabe drücken, dazu evtl. einen großen Schraubendreher in den Schlitz schlagen. Nun die Kronenmutter entfernen und das Gelenk ausbauen. Das neue Gelenk einsetzen und komplett verschrauben.

Zur Erneuerung der Gummilager die 6 Schrauben im Dreieckslenker und den Lenkanschlag (sofern vorhanden) ausbauen. Der Dreieckslenker ist jetzt 2-teilig und kann abgenommen werden. Die alten Gummilager herausnehmen und die Flächen säubern. Die neuen Gummilager mit etwas Wasser einsetzen, dadurch lassen sie sich leichter einbauen. Alles wieder zusammenbauen.
Achtung:
Die Schrauben neb
en dem Traggelenk von oben nach unten einsetzen. Werden nur die Gummilager erneuert, muss das Traggelenk nicht ausgebaut werden. An der Befestigung der Welle, des Dreiecklenkers, am Rahmen wird gegebenenfalls Sturz bzw. Nachlauf eingestellt.

Der Ausbau des Führungsgelenks ist weitgehend gleich. Hier wird der Wagenheber nach dem Aufbocken allerdings unter dem Traggelenk angesetzt und richtig belastet. Nach dem Lösen und Entfernen der oberen Schraube mit Bremsschlauchhalter wird der Wagenheber langsam entlastet. Das Gelenk sollte sich aus der Halterung lösen (Bremsschlauch nicht dehnen, ggf. oberhalb des Drehstabes von der Bremsleitung trennen).


Die markierte Schraube, oberes so wie unteres Gelenk sollte nicht beschädigt werden. Diese ist konisch und weder bei Herrn Diehl noch bei Frau Schaper erhältlich und wenn doch irgendwo , dann entsprechen sau-teuer...

 

2.)      Ausbau der Lenknabe:

Fgst. mit „kleiner“ Bremse:

Radmuttern lösen, danach im noch belasteten Zustand den Stoßdämpfer ausbauen. Die Antriebswelle am Getriebe lösen. Das Handbremsseil an der Betätigungswelle lösen. Die Schubstange am Lenkgetriebe ausbauen, sonst ist nicht genügend Platz zum Ausbau der linken Antriebswelle vorhanden. Die Spurstange vom Lenkhebel abdrücken. Nun das Fahrzeug aufbocken und das Rad entfernen. Den Bremsschlauch, oberhalb des Drehstabes, von der Bremsleitung trennen. Im Anschluss einen Wagenheber unter das Traggelenk setzen und belasten. Obere Schraube des Führungsgelenks mit Bremsschlauchhalter ausbauen. Den Wagenheber ablassen und das Gelenk aus der Halterung nehmen. Die Kronenmutter am Traggelenk entfernen und das Gelenk vom Konus pressen. Lenknabe mit Antriebswelle herausnehmen.

Fgst. mit „großer“ Bremse:

Im Prinzip wie oben beschrieben. Allerdings vor dem Aufbocken zusätzlich die Mutter an der Antriebswelle lösen. Nachdem das Führungsgelenk ausgebaut und die Bremstrommel entfernt wurde, wird hier die Antriebswelle noch am Fahrzeug aus der Radnabe gedrückt. Antriebswelle zur Seite legen. Weiter wie oben beschrieben.

 

3.)      Erneuern und Einstellen der Radlager:

Fgst. mit „kleiner“ Bremse:

Die Antriebswelle, mit der Lenknabe nach oben, in einen Schraubstock spannen und die Kronenmutter entfernen. Danach die Nabe von der Welle abdrücken (Abzieher). Nun mit 2 langen Schrauben (möglichst durchgehendes Gewinde) die Radnabe von der Lenknabe trennen. Dazu die Löcher der Bremstrommel-Befestigung benutzen.

Nun die alten Lager, Lagerschalen und Blechabdeckringe ausbauen, dazu Abzieher und Kupfer bzw. Messingdorn verwenden. Danach alles gut säubern. Bei verschlissenen Bremsbelägen oder Radzylinder würde sich jetzt ein Austausch empfehlen, denn so gut kommt man später nicht mehr daran. Den neuen Innen- und Außenring der Radlager in die Lenknabe einbauen (Auflage am Anschlag beachten). Nun die Radlager mit Wälzlagerfett fetten. Dazu das Fett mit dem Handballen durch das Lager drücken bis es gegenüber austritt (von groß nach klein). überschüssiges Fett wieder entfernen. Als nächstes den neuen Blech-Abdichtring in die Radnabe einsetzen, vorher den äußeren Rand des Blechringes und den Rand der Radnabe fetten. Danach das Lager mit einem Rohr auf die Nabe schlagen. Achtung: Dieses Rohr darf nur sehr dünnwandig sein und nur an dem Lagerinnenring aufliegen. Im nächsten Schritt die Antriebswelle in den Schraubstock spannen (Verzahnung nach oben). Den neuen Blech-Abdichtring auf der Außenseite großzügig mit Fett einstreichen, auf den Schutzring an der Antriebswelle aufsetzen und etwas drücken. Das Fett sollte gleichmäßig rundherum austreten und den Zwischenraum (ca. 1 mm) ausfüllen (überschüssiges Fett entfernen). Danach das Lager mit dem Rohr aufschlagen. Im Anschluss die Lenknabe auf die Antriebswelle aufsetzen und in der Lenknabe ca. 50 g Wälzlagerfett verteilen. Nun die Bremstrommel an der Radnabe befestigen und beide Teile auf die Antriebswelle stecken. Die Unterlegscheibe (mit der gerundeten Seite nach unten) und die Kronenmutter aufsetzen und ein Spiel von ca. 2 mm einstellen. Danach alles wieder im Fahrzeug einbauen.

Es folgt die Einstellung: Dazu eine Messuhr mit Halter oben an der Radnabe befestigen und die Messspitze mit 2 mm Vorspannung an der Bremsankerplatte anlegen. Durch Ziehen und Drücken an der Radnabe wird das Spiel ermittelt (es geht auch durch Kippbewegungen, dazu ein Rohr auf den unteren Radbolzen aufsetzen). Durch vorsichtiges Anziehen der Kronenmutter wird der Wert verkleinert Achtung: Die Welle ist 2- fach gebohrt, dadurch ergeben sich 1/12tel Umdrehungen – 1/12tel entspricht 0,125 mm. Nach jeder Verstellung den neuen Wert ermitteln, dazu die Messuhr entfernen - Radnabe drehen – drücken – ziehen – Messuhr einbauen - Wert ermitteln – nachspannen usw. Bei einem Wert von 0,15 mm ist das nächste Splintloch zu verwenden. Der Einstellwert beträgt 0,03 bis 0.14 mm.

 

Fgst. mit „großer“ Bremse:

Lagerschäden sind hier eher eine Seltenheit, deshalb auch keine Beschreibung.

 

4. Austausch der Drehstäbe (Vorderachse)

Den Austausch nur vornehmen wenn zwei neue Federpakete vorliegen. Zum Ausbau müssen mindestens die oberen, schmalen Flachfedern an jedem Drehstab geopfert werden.

Achtung: Es gibt unterschiedliche Drehstäbe je nach zul. Gesamtgewicht. Standart 30 X 32 mm, verstärkt 35 X 35 mm (ich glaube ab 3300 Kg). Außerdem wurde der Tragarm zwischenzeitlich geändert (ich glaube 72/73). Nur wichtig wenn Teile aus verschiedenen Fahrzeugen verwendet werden.

Zum Ausbau erst einmal das Fahrzeug Aufbocken und mit Unterstellböcken sichern. Die Räder entfernen und die Antriebswellen am Getriebe lösen. Im Anschluss Trag- und Führungsgelenke ausbauen. Eine ausführlichere Beschreibung dazu steht oben, unter Ausbau der Trag- und Führungsgelenke.

Nachdem nun alles freigelegt wurde kann es an die Drehstäbe gehen. Zuerst die oberen, schmalen Flachfedern mit einer Trennscheibe hinter der Mittellagerung und vor dem Festpunkt abschneiden. Die dabei anfallenden Reststücke an einer Seite auf einer Länge von ca. 5 cm schmaler und dünner schleifen. Sie können später zum Austreiben der Reststücke im Festpunkt verwendet werden. Die Drehstäbe an den Festpunkten mit Rostlöser behandeln und lange Einwirken lassen. Nun die Lagerungen zueinander mittels Körnerpunkten markieren und zuerst das vordere Lager ausbauen. Danach die beiden mittleren Lager ausbauen und im Anschluss die Reststücke aus dem Festpunkt schlagen (das ist das schwierigste).

Hinter dem 2. Lagerpunkt eine Schraubzwinge befestigen, den Drehstab entlasten und mit Tragarm ausbauen. Für den Einbau einen Blick in das WHB (Werkstatthandbuch) werfen. Da wir inzwischen so etwas haben, sollte man es auch benutzen! Denn der richtige Einbau wirkt sich positiv auf die Funktion und die Lebensdauer der Drehstäbe aus.