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KFZ-Kabel 12V und 230V

Ein wichtiges und immer wieder angesprochenes Thema ist die Berechnung der geeigneten Leitungsdurchmesser für die einzelnen Verbraucher. Hier habe ich mit viel Mühe einen Online-Rechner entwickelt, der Euch bei der Wahl der richtigen Kabel helfen soll...

Kabel-Querschnitts-Rechner:


(einfache) Leitungslänge:

Meter (m)

maximaler Strom:

Ampere (A)

Spannungsabfall:

Volt (V)
 

minimum Kabelquerschnitt:

mm²
   

Die Haftung für Ergebnisse, die mit diesem Programm erzielt werden oder daraus abgeleitete Folgerungen wird ausdrücklich ausgeschlossen! (c) Sven Baumert 12.2010

Hinweise zum Rechner:
- Der Strom muss auch zurück fließen, ich habe die Formel so angepasst, das der
   Rückweg mit berechnet wird. Gebt also nur die Länge bis zum Verbraucher an.
   z.B. sind es 3 Meter bis zum Kühlschrank. Dann
gebt bitte "3" Meter ein, auch
   wenn der Strom tatsächlich 6 Meter fließen muss.

- Bei Dezimalzahlen bitte
Punkt statt Komma verwenden!
- Die Berechnung funktioniert nur wenn
Java Script aktiviert ist.
-
Spannungsabfall: Bei normalen Verbrauchen geht man davon aus, das 0,8 Volt
   Spannungsabfall in Ordnung ist. Für Ladeleitungen der Bord-Batterien sollte der
   Spannungsabfall unter 0,25 Volt liegen.
- Wie ermittel ich die Ampere-Zahl?
   Meistens steht die Zahl auf dem Gerät, oft wird diese aber auch in Watt oder VA
   angegeben. Hat Euer Kühlschrank eine Leistungsaufnahme von z.B. 80 Watt [W]
   dann müsst Ihr diese Watt-Zahl durch 12 Volt teilen. Also
  
80 Watt / 12 Volt = 6,67 Ampere. Ihr solltet also 7 Ampere im Rechner eingeben.
- Die Formel lautet:
   Querschnitt = Strom * (Länge * 2) * 0,018 / Spannungsabfall
   Q = I [A] * (l [m] * 2) * ρ / Delta U [V]
   ρ = [roh = spezifischer Widerstand von Kupfer; 0,018]
   Delta U = Spannungsabfall

 

Kabel-Typen:

Bitte verwendet keine Baumarkt-Kabel, diese halten die Temperaturschwankungen im Fahrzeug nicht aus! Achtet beim Kauf der Kabel auf die richtigen Bezeichnungen.

12/24 V-Installation:

Hier sollten nur für Fahrzeuge zugelassene Kabel verwendet werden.
Diese sind bis 60 Volt zugelassen und fangen an mit:
FLY...    Normales KFZ-Kabel
FLRY... KFZ-Kabel mit platzsparender dünnerer Isolierung (auch als FLK bezeichnet)

Der Zusatz am Ende gibt den Temperaturbereich nach ISO 6722  Klasse an, wobei "ISO 6722, Klasse A" oder "TYP A" für unsere Fahrzeuge und Wohnwagen völlig ausreichend ist.

A = -40 bis +85 °C
B = -40 bis +105 °C
C = bis 125°C
D = bis 150°C
F = bis 200°C


Hier einige übliche Typen:
FLYY Normales Kabel
FLYW besonders wärmebeständig
FLRYY dünnere Isolierung
FLYKYK - Besonders Kälte-Flexibel
FLRY - dünnere Isolierung
FLRYY11Y - Mehradrig für Anhängerzuleitung oder Ringleitung
 

Vorschriften:

Vorschriften zur Elektroinstallation 12 V und 230 V

12 V und 230 V Kabel dürfen nicht im gleichen Kabelkanal oder durch die gleiche Verteilerdose geführt werden.

Kabel, die durch Blech oder Kunststoffdurchbrüche geführt werden, sind mit Kabeldurchführungen vor Beschädigung zu schützen.

Es dürfen keine Stromkabel durch den Gaskasten geführt werden.

230 V-Installation (Kurzfassung)

Es dürfen im Wohnmobil und Wohnwagen keine massiven Leitungen verlegt werden.

Vorgeschrieben ist eine Gummileitung 3 x 1,5 mm2
H07RNF oder H05WF in Verbindung mit einem zweipoligen Sicherungsautomaten von 10 A.
Bei einen Kabelquerschnitt von 3 x 2,5 mm2 ist keine zusätzliche Absicherung vorgeschrieben.

2-adrige Leitungen sind verboten.

Der vorgeschriebene Sicherungsautomat muss gleichzeitig (mechanisch gekoppelt) die Phase und Null im Fehlerfall unterbrechen.
Es sollten Sicherungsautomaten mit Differenzstromerkennung verwendet werden.

Die Kabellänge von Eingangssteckdose zu Sicherungsautomat muss bei
3 x 1,5 mm2 unter 2 m sein is diese länger muss 3 x 2,5 mm2 verwendet werden.

Von der CEE-Eingangssteckdose muss ein 4 mm2 Kabel grün/gelb auf direktem Weg zur Karosserie verlegt werden.

Im Bereich von Stauschränken und ähnlichem sollten Sie die Kabel durch einen Kabelkanal oder Pushierrohr vor Beschädigung schützen.

Die 230 V Leitungen müssen mit ihrer Außenisolation bis in die Verteilerdose oder Anschlussdose geführt werden. Die Adern sind mit Adernendhülsen zu schützen, Löten oder Verdrillen ist nicht zulässig. Abzweigungen und Verbindungen dürfen nur in Verteilerdosen, am besten Feuchtraumdosen, vorgenommen werden.

In Nassräumen mit Dusche oder Brause darf sich keine 230 V Installation befinden. Auch 12 V Transistorlampen sind hier nicht zulässig, es sei denn sie wären speziell dafür vorgesehen (z.B. Feuchtraumleuchte).

 

230 V-Installation (Langfassung)
Ein Dank an den freundlichen MeisterRalf (Elektro-Meister) für diese schöne zusammenfassung (
http://www.meisterralf.de/)
 

    230 V-Installation in Fahrzeugen

    1. Installation und Planung:

    Mögliche Einspeisepunkte:
    (Es ist eine CEE-Einspeise-Steckdose vorgeschrieben, die von Außen zugänglich sein muss, Ein Kabel durch Tür, Fenster oder sonstige Öffnungen ist nicht zulässig!)

    • Caravansteckdose (Einbaustecker) in die Karosserie einschneiden
      - Heck, Seite, Unterboden oder Dach

 


    Grundlagen: 

    Leitung: 
    Die Vorschrift sagt Mittelschwere oder Schwere Gummiaderleitung, aber auch PVC-Schlauchleitungen dürfen verwand werden mit dem Mindestquerschnitt im Fahrzeug: 1,5 mm² 

    Die Niederspannungsleitungen dürfen nicht parallel zu dem Bordnetz verlegt werden (Verwechslungsgefahr, Gefahr wenn beide Kabel im Falle einer Beschädigung zusammen kommen) 

    Aus Gründen der 'Selektivität' lieber einen B-10A Automaten für den Kurzschlussschutz verwenden. (2300W Max.) 
    Dieser sollte im Regelfall ausreichen und im Fehlerfall vor der Sicherung am Stromverteiler auslösen. Das spart Ärger und Lauferei. Die Größe B-13A gibt es auch, Selektivität wird aber so nicht erfüllt. (Dann müssen überall im Fahrzeug Leitungen mit 2,5 mm² verlegt werden!
    Als Zuleitung im Freien sollte auf Gummiaderleitung an stelle der PVC-Leitungen zurückgegriffen werden. 
    Sie ist deutlich geschmeidiger, gerade bei niedrigen Temperaturen und hält auch so einiges mehr aus. 

    Die Einspeisung, Zuleitung zum Fahrzeug (Kabeltrommel) muss generell 3-Adrig ausgeführt und mindestens 2,5mm² betragen. 

    Schutzeinrichtungen: 
    Hauptschalter, allpolig, besser: Ein FI-Schutzschalter ((RCD) Residual Current Device) 25 A Nennstrom, Fehlerstrom max. 30 mA (0,03A) 
    Diese gibt's auch noch empfindlicher, sind natürlich noch sicherer: 10 mA Fehlerstrom (sind aber auch deutlich teurer...) 
    (verhindert Brände und lebensbedrohlich hohe Körperströme) 
    Normalerweise sollte jede Steckdose im Außenbereich über RCD geschützt sein, mit einem zusätzlich im Fahrzeug verbauten RCD wäre man jedoch garantiert Sicher... 
    2-poliger Sicherungsautomat, B- Charakteristik, max. 16A (Kurzschlussschutz)oder altanativ ein Personenschutzautomat. 
    Potentialausgleich in 4 mm² (Passive Schutzmassnahme zum Verhindern von gefährlichen Körperströmen) 


    Schalter und Steckdosen: 
    Möbeleinbauprogramm (Z.B. 'BERKER Mobil') 
    Unterputz-Programm 
    Auf Putz Programme (Hierbei auf Stabilität und Brandschutzzulassung achten - 'F'-Zeichen) 

    Verlegung: 
    Quick- oder Bügelschellen dienen zum Befestigen der Leitung oder des Schutzrohres, dieses ist vorgeschrieben. 
    Leitungen sind generell gegen mechanische Beschädigungen zu schützen. 
    Es sollte Schutzrohr in den Hohlräumen, sowie Stutzen oder Tüllen zum Schutz bei Durchführungen durch Blech, Holz, GFK etc. verwendet werden. 
    Es wird von Klebeschellen oder doppelseitigem Verlegeband abgeraten, erfahrungsgemäß hält das nicht lange. 
    Es macht beim Möbelprogramm (Schalter, Steckdosen) Sinn, die Leitungen einzeln zu ziehen, und nicht durchzuschleifen 
    (der Klemmraum ist sehr eng in den Steckdosen) 
    Massive Leiter sind im Fahrzeug generell nicht zulässig. 
    Eine Erdungsleitung ist verbindlich vorgeschrieben (Potentialausgleich). 
    Dies dient u. A. zur Anhebung des Potentials im Fehlerfalle bzw. zum Abführen des Fehlerstromes. 
    Die Erdung ist Flexibel, mind. in 4mm² (besser 6mm²) und isoliert (Grün/Gelb) aus zu führen. 
    Kurze aber sichere Leitungswege! 

    Anschluss: 
    Werden Dosen zum Verdrahten eingesetzt müssen diese später unbedingt zugänglich sein. 
    Es ist sinnvoll diese dauerhaft und unverwechselbar als 230V Anschlüsse zu kennzeichnen. 
    Empfehlenswert sind generell Steckklemmen mit Federkontakt zum verdrahten zu verwenden. 
    Hier besteht keine Gefahr das durch die Fahrzeugbewegung eine Ader bricht oder eine Klemmverbindung sich löst. 
    Ich empfehle dann lieber ein größeres Sicherungsgehäuse zu verwenden, so hat man alle Anschlüsse kompakt an einer Stelle. 
    Dies erleichtert auch die Klemmarbeiten oder eine mögliche spätere Fehlersuche. 
    Der Schutzleiter sollte immer etwas länger gelassen werden als die spannungsführenden Drähte. 
    Bei Schraubverbindungen oder nicht speziell dafür vorgesehenen Steckklemmen sind Aderendhülsen auf die flexiblen Aderenden zu pressen. 
    (Mit einem entsprechendem Werkzeug, nicht mit dem für die KFZ-Verbinder!!!)
    Der Schutzleiter für den Potentialausgleich muss grün/gelb gekennzeichnet und über die gesamte Länge isoliert sein. Dieser ist flexibel auszuführen, in Cu (Kupfer), mind.4 mm² Einzelader. 
    Es müssen alle leitfähigen berührbaren Teile der Karosserie fest und leitfähig miteinander und dann mit dem Schutzleiter verbunden werden. 
    Die blauen CEE- Stecker haben Anschlusskennzeichnungen, es ist festgelegt auf welchen Kontakt die Phase und der Neutralleiter geklemmt werden müssen. 

    Daten und Fakten:

    • Netzanschluss: Mindestquerschnitt im Fahrzeug = 1,5 mm²
      (2,5 mm² von CEE-Steckdose zum Sicherungskasten)

    • Einspeisung: Verlängerung, Kabeltrommel, max. Länge 25m, mind. = 2,5 mm²

    • Sicherungsautomat: 2-polig, Auslösecharakteristik: B-16 A (gerne = B-10 A)

    • Hauptschalter 2 pol., empfohlen: RCD (FI-Schutzschalter): 25 A / 0,03 A (30 mA) (gerne 10 mA)

    • Schutzleiter: Flexibel, Querschnitt mindestens = 4,0 mm² (Besser 6 mm², da höheren mech. Festigk.), Isoliert, Grün/Gelb

    • Einspeisung: Aussensteckdose (blau) CEE-Norm 220-240V~50 Hz, 16 A, 2P+PE 6h

    • Leitung: Querschnitt mind. 1,5 mm², Länge im Fahrzeug nicht problematisch

    • Leitung: Querschnitt mind. 2,5 mm² Länge, Einspeisung immer so kurz wie möglich halten (max. 25 m!)

    • Die Abschaltbedingungen müssen erfüllt sein.

    • Der Schleifenwiderstand im KFZ sollte auf keinen Fall 1 Ohm überschreiten (Messung)

    • Niemals den Schutzleiter schaltbar machen!


    Tipp: 
    Es wird für Campingplätze europaweit mittlerweile (fast) immer ein CEE-Stecker benötigt. 
    Man sollte sich einen Adapter von Schuko auf CEE-Norm anfertigen oder im Zubehör besorgen 
    Steckverbindung der Einspeisung: CEE-Norm, 220-240V~ 16A, 2 P + PE 6h (blau, polunverwechselbar) 
    Bezug: Über das Internet, einem Elektriker oder Händler vor Ort) 

    Anmerkung: 
    Nicht das es nicht auch anders ginge... Einige haben sich richtig was einfallen lassen. 
    Die Installation muss aber fachmännisch und sicher ausgeführt werden. 
    Beachte die geltenden Bestimmungen, es könnte sonst schnell zu einem tödlichen Stromunfall oder Brand kommen. Haften muss letztendlich der 'Betreiber der Anlage' - DU. 

    Elektroinstallationen sind definitiv nichts für Hobbybastler! 
     


     

    2. Der Einkauf für den 230V-Einbau:


    Da ich beim individuellen Ausbau die Besonderheiten nicht kenne halte ich es etwas allgemeiner. 

    Hier mal eine Checkliste für E-Einbau:

    1. Wo und wie Einspeisung

    2. Welche Geräte möchte ich versorgen?

    3. Ladegerät

    4. Kühlbox (-Schrank)

    5. Heizung

    6. Licht

    7. Audio, Video, Laptop, Spannungswandler 12V DC->230V AC

    8. Steckdosen

    9. Wo sitzen die Komponenten am sinnvollsten

    10. Wo wird später Strom benötigt

    11. Was benötige ich für den Einbau

    12. Wer installiert die Anlage

    13. Wo kaufe ich was



    Werkzeug:

    1. Stab- oder Kabellampe

    2. Verlängerungsleitung

    3. Akkuschrauber

    4. Bohrmaschine mit 13er Aufnahme

    5. Auswahl Bohrer

    6. Kegelsenker

    7. Lochsenker (je nach Dosen)

    8. ggf. Stichsäge

    9. Grundierung, Farbe, Lack

    10. Schleifpapier

    11. Feile, rund, halbrund (Raspel)

    12. Befestigungsschrauben

    13. Seitenschneider

    14. Abisolierzange

    15. Schraubendreher

    16. Kabelmesser

    17. Presszange für Pressösen

    18. Presszange für Aderendhülsen

    19. Zollstock,

    20. Filzschreiber

    21. Durchgangsprüfer o. Multimeter



    Das Material:

    1. Schwere Gummiaderleitung HO7 RN-F 3 g 1,5 mm² (Oder Ölflex)

    2. Schwere Gummiaderleitung HO7 RN-F 3 g 2,5 mm²

    3. Einbausteckdosen für den Innenraum (oder 'auf Putz', wenn gewünscht...)

    4. Passende Einbaudosen (Holwanddosen) für die Steckdosen

    5. Aufputz-Gehäuse für Sicherung und RCD (FI), Kleinverteiler (Mind. 4 TE)

    6. 2-poligen Sicherungsautomaten B-Charakteristik Max.16 A (Max. 3400 W)

    7. FI-Schutzschalter, RCD (Residual Current Device) 25 A Nennstrom, Fehlerstrom max. 30 mA

    8. Winkel, Halter, Lochband, Kabelbinder zum Befestigen

    9. Stutzen oder Tüllen für die Durchführung von Leitungen durchs Blech

    10. Quick- oder Bügelschellen zum Befestigen der Leitung oder des Schutzrohres

    11. Schutzrohr

    12. Klemmen zum Installation und Verdrahten

    13. Dosen zur Leitungsverbindung

    14. Aderendhülsen 1,5 mm², 2,5 mm²

    15. Pressösen (M 6 x 4-6 mm²)

    16. Erdungsschraube, Gewinde M6 , mit Mutter, Scheibe und Zahnscheibe, verzinkt, oder stabile Blechschraube

    17. Gummistopfen, Tüllen, Kabelbinder

    18. Erdungsleitung, flexibel, H07 V-K 1 x 4mm² (6 mm²)

    19. An- oder Einbaustecker als Fahrzeugeinspeisung (Z.B. nach CEE- Norm - die Blauen... 230V 16A 2P-PE-6h)



    Und nun wie immer die Frage zum Schluss: Was kostet der Spass? (Zirka- Preise, abhängig davon wo eingekauft wird)


      Steckdosen:

    • Steckdose (Z.B. 'Berker' uP mit Vollabdeckung, weiss (40x40mm) - 4,10 EUR/St

    • Dito mit Überspannungsschutz (Wer's für seinen Laptop braucht...) ;-) - 106,60 EUR/St

    • Aufputzsteckdose IP 30, weiss mit Brandschutzmontageplatte - 4,50 EUR/St

    • Hohlwanddose 68 mm Durchmesser ca. 45 mm Einbautiefe - 1,30 EUR/St

    • Es gibt auch ein Möbeleinbauprogramm (Z.B. von 'Berker')

    • Kleinere Bauform, Einbauöffnung nur ca. 32 mm Durchmesser.

    • Auch passende Schalter und 12V-Steckdosen und andere Sachen in der Optik erhältlich
      Sicherungsgehäuse:

    • Miniverteiler zum Aufbau auf / in Schrankwänden IP 30, 4 TE (160x90x65) - 6,00 EUR/St

    • Dito jedoch 'Feuchtraum' IP 41/65, mit Klappdeckel - ab 17 EUR

    • Sich. Automat 2-pol. 'B' Charakteristik 13 oder 10, 16A (ZB. ABB) - 27,00 EUR/St

    • FI-Schutzschalter (RCD) 30 mA - ab 39 EUR/St,

    • FI-Schutzschalter (RCD) 10 mA ab - 69 EUR/St

    • Es gibt auch: Personenschutzschalter (rot)13 A / 10 mA (FI + Sicherung in einem) ab 50 EUR/St

    • E gibt auch Kombigerät: FI + 2-pol. Sicherungsautomat in einem.
      Leitungsmaterial:

    • Aderleitung 3G1,5 je nach Typ: ab - 1,10 EUR/m

    • Aderleitung 3G2,5 je nach Typ: ab - 1,40 EUR/m

    • Kunstoff-Panzerrohr für mittlere bis schwere Belastung - ab 7 EUR/m (Quickschellen zum verlegen)

    • Feuchtraumabzweigkasten, je nach Ausführung ab 1,50 EUR/St

    • Sollen Abzweigungen gemacht werden:

    • Klemmkasten ab 8,00 EUR (Hat meist schon eine Befestigungsschiene und Klemmleiste mit drin)

    • Kleinteile zusammen etwa 12 EUR

    • H 07 V-K (Einzeladerleitung Feindrähtig Grün/Gelb) mind. 4 mm² 1,5 m max. - ab 0,50 EUR/m
      Einbaustecker:

    • für Caravan nach CEE-Norm,2P+PE-6h, 16 A / IP 65 ab - 17 EUR

    • CEE-Stecker zum Einspeisen

    • Oder / und bei Bedarf eine CEE-Verlängerung + Adapter auf Schuko


    Tipp: 
    Besorge dir die Sachen am besten beim Elektriker deines Vertrauens (Um die Ecke) und frag ihn höflich nach ‚Resten' 
    Betone, dass du alles brav bezahlen möchtest obwohl... 
    Du hast eh wenig Geld und brauchst nur kurze Stücke und kleine Mengen... 

    Man kann beim Handwerker meist noch etwas Handeln, oft gibt's den in der Nähe (Gut wenn doch mal was fehlt), außerdem sind Qualität und Preise meist eh besser als im Baumarkt... 
     


     

    3. Montage, Installation:

  • Montageorte festlegen, anzeichnen

  • Kabelwege festlegen, Durchführungen bohren, erstellen

  • Ausschnitte für Einspeisung, Schalter u. Steckdosen erstellen

  • Leitungen einziehen und verlegen

  • Leitungen in den Hohlräumen so verlegen, dass nichts scheuern kann

  • Bei Durchführungen (Bohrungen) Gummitüllen nehmen

  • Potentialausgleich herstellen:
    Hierzu alle berührbaren, leitenden Teile des Fahrzeugs mittels der Erdungsleitung (Brücken) 
    mit dem Schutzleiter verbinden 
    Hinweis: Geschweißte oder solide verschraubte oder genietete Verbindungen sind davon meist nicht betroffen, sollten aber mit Messgerät nachgemessen und geprüft werden. 
    Beim Orion/Suleica reicht meist eine Zuleitung vom Verteiler an eine zentrale Stelle um die 230V-Anlage und die Fahrzeugkarosse/Deichsel zu verbinden.

  • Hierzu Erdungsleitung flexibel aus dem Sicherungskasten herausführen und mit Pressöse an die Karosserie führen

  • Kontaktstelle vorher unbedingt richtig Blank kratzen

  • Anschrauben, Zahnscheibe und Unterlegscheibe verwenden.

  • Prüfen der Erdung und behandeln der Schraubverbindung im Blech gegen Korrosion (Lack, Fett)

  • Einbau der Schalter und Steckdosen, Anbau der Einspeisung

  • Beim Anschluss auf die Polung achten - ist bei den CEE-Dosen genormt und gekennzeichnet

  • P(h) = Phase - Braun (Aktiv)

  • N = Neutralleiter - Blau (Rückleiter)

  • PE = Schutzleiter - Grün/Gelb (Erdung)

  • Einbau des Sicherungsgehäuses und der dazugehörigen Bauteile

  • Aderendhülsen für die flexiblen Kupferenden verwenden wo gefordert

  • Verdrahten der Anschlüsse an Verteilern und Dose(n)

  • Meist nur Farbe auf Farbe verbinden, Phase u. Neutralleiter über Sicherung und RCD führen

  • Sichtprüfung aller Anschlüsse und Bauteile

  • Messung, Inbetriebnahme, ausprobieren aller Anschlüsse, Lampenschaltungen, Steckdosen
     

  • - fertig -
     


     

    4. Allgemeines:

    Gesetzliche Grundlagen: 

    DIN VDE 0100, sowie weiter Vorschriften soweit betroffen
    (Es greifen auch: BG AV3, UVV, VDS, etc.). 

     

    Vorschrift:

     

    Beschreibung:

     

    Gültige Fassung:

    VDE 0100 T754

     

    Anlagen in Caravans, Motorcaravans

     

    Nov. 1993

     

     

     

     

     

     

     

    Weitere wichtigte Normen:

     

     

    VDE 0100 T510

     

    Auswahl Betriebsm., Errichten von Anlagen

     

    Nov. 1991

    VDE 0100 T610

     

    Prüfung, Erstprüfung

     

    Jan. 1997

    VDE 0100 T708

     

    Campingplätze u. Bootsanleger

     

    Nov. 1993

     

    Abnahme: 

    Es sollte nach Fertigstellung unbedingt eine Abnahme der E-Anlage durch den Fachmann erfolgen. 
    Ein Prüfzertifikat oder anderer Nachweis wird vom TÜV zur Eintragung zur HU nicht gefordert. 

    Was kann ich selber tun? 

    Regelmäßig die ganze Anlage, alle Steckverbindungen und Einspeisekabel auf sichtbare Beschädigungen prüfen. 
    Der verbaute FI (RCD) ist in regelmäßigen Abständen zu testen (bei angeschlossener Stromversorgung Prüftaste am RCD betätigen, Schutzschalter muss auslösen. Prüfintervall: min. alle 6 Monate) 

    Was ist wichtig? 

    Eine regelmäßige Nachprüfung (Messung vom Fachmann nach DIN VDE) mind. Alle 2-4 Jahre ist zu empfehlen. 
    (Sichtprüfung der gesamten Anlage und Anschlusskabel, Isolationswiderstand der Anlage und Kabel, 
    Schutzleiter-Durchgängigkeit 
    RCD-Messung, Funktionsprobe der E-Geräte und Steckdosen) 
    Eine Dokumentation aller Prüfungen anlegen bzw. besser noch Protokolle erstellen und aufheben (Gut für Versicherung) 
     


     

    Erklärungen:

    Niederspannung in Fahrzeugen ist gefährlich und kann bei unsachgemäßer Installation zu tödlichen Unfällen führen! 
    Laut geltendem Recht ist eine Elektro-Fachfirma mit dieser Aufgabe zu betrauen. 
    Die E-Anlage ist auf Funktion u. Sicherheit zu prüfen. 

    Niederspannung: 
    Wechselspannungen bis 1000V, 50-60 Hz (Bei uns: 230/400 V 50Hz) 

    Mögliche gesundheitliche Folge: 
    Wechselströme oft noch kleiner als 30 mA (0,03 A) können, wenn sie über das Herz fließen schnell zu Herzkammerflimmern und damit zum schnellen Tod oder zu bleibenden Herzschäden führen. 
    Gefährlich sind vor allem die 50 Hz Netzfrequenz. 
    Liegt eine Welle synchron in der 'Vulnerablen Phase' des Herzschlags (Vorschlagen) gerät der Herzschlag sofort "außer Tritt", es setzt sofort das Herz aus oder beginnt zu flimmern, dann ist unbedingt schnelle Hilfe durch einen Notarzt nötig. 
    Meist wird mit dem Defibrilator versucht den Herzschlag zu normalisieren. 
    Entgegen weitläufiger Meinung wird der DeFi nicht bei stillstehendem Herz zur 'Wiederbelebung' eingesetzt, sondern um Herzkammerflimmern zu beheben. 
     


    Es ist nach Stromunfällen grundsätzlich immer umgehend ein Arzt oder Krankenhaus auf zu suchen!