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Isolierung – Suleica & Orion
 

Ein Danke an MeisterRalf, der die Grundlage für diesen Beitrag geliefert hat! (www.meisterralf.de)

Anmerkungen, Erweiterungen und Berichtigungen sind ausdrücklich erwünscht! Sendet diese bitte an webmaster@suleica-orion-club.de

 

    Fahrzeug gegen Temperatur und Schall isolieren

    Allgemeines:

    Um Schwitzwasser zu vermeiden sollten das Isoliermaterial grundsätzlich vollflächig verlegt, verklebt werden. 
    Um Wärme- o. Kältebrücken zu vermeiden sollten alle Teile die von innen nach außen ragen zumindest dünn verkleidet werden. 
    Die zu beklebenden Teile ist ansonsten zur Verarbeitung zu reinigen und gründlich zu entfetten. 
    An den Scheiben findet ein sehr hoher Wärmeaustausch statt, diese müssen in das Konzept beim Camper mit einbezogen werden. 
    Gute Lösung sind Thermomatten oder Hartschaummatten die passgenau in die Fensterausschnitte geklemmt werden. (Z.B. X-treme Isolator) 
    Alternativ wurden schon preiswerte Schlafmatten aus dem Baucenter zweckentfremdet... 
     

    Fußboden:

    Wird der Fußboden mit Isoliermaterial verkleidet sollte das Versiegeln aller Kanten der Bodenplatte vermieden werden um zumindest etwas Durchlüftung zu erzielen und um Staunässe zu verhindern. 
    Vollflächiges Verkleben ist durch die Vertiefungen im Fahrzeugboden meist eher schwierig und sollte wegen dem 
    Durchlüften evtl. sogar vermeiden werden, außerdem tritt am Fahrzeugboden eigentlich keine Kondenswasserbildung auf.) 
     

    Werkstoffe:

    Bitumen:

    • Bahnen, auf Rolle erhältlich

    • Wird mit Messer zugeschnitten

    • Wird mit Brenner erhitzt und schmiegt sich so den Konturen an
       

      Negativ:

    • Schwer

    • Nimmt keine Feuchtigkeit auf

    • Kann von Feuchte unterkrochen werden wenn nicht sauber verklebt

    • Sehr unangenehm zu verarbeiten

    • Sehr schlechte Wärmedämmung

    • Später für Reparaturen schwer zu entfernen

    • Eignet sich nicht wirklich für die Isolierung des gesamten Fahrzeugs

    • Das Erhitzen kann zu Schäden am GFK führen
       

      Positiv:

    • Preiswert

    • Wird zum Schallabsorbieren gerne auf den großen Flächen eingesetzt.

    • Sehr gute Schalleigenschaften, daher gerne von den 'Hi-Fi-Fraeks' verwendet
       

      Fazit:

    • Eher ergänzend und von einigen Hi-Fi Fans zu nutzen
       


    Glas- o. Rockwolle:

      Nachteil:

    • durch Erschütterung bricht die Struktur und sackt somit allmählich runter.

    • Es nimmt Feuchtigkeit auf und führt so zu Staunässe, begünstigt Schimmelbilding

    • Problematisch beim Verlegen und später bei Luftzug (Feinste Fasern, Feinstäube)

     

      Vorteil:

    • Preiswert

    • Sehr Leicht

    • Leicht verfügbar

    • Hohlräume können leicht ausgestopft werden

    • Sehr gute Wärmedämmung

     

      Fazit:

    • Eher schlecht geeignet



    Styropor: (Handelsnahme) Polyuhrethan-Schäume o.ä. (PU, PE) 
     

      Vorteil:

    • Preiswert

    • Sehr leicht

    • Einfach zu verarbeiten

     

      Nachteil:

    • Lässt sich nicht gut (flächig) verkleben

    • Krümelkram bei Verarbeitung nervt

    • Leicht brennbar

    • Fügt sich an Rundungen nicht an

    • Nimmt Feuchtigkeit auf und führt so zu Staunässe und schneller Schimmelbildung

    • Kann in Hohlräumen bei Fahrzeugbewegung Quietschgeräusche verursachen

    • Aufwendige Verklebung, kaum geeignete Kleber (GFK-Stypropor-Wandbespannung)

     

      Fazit:

    • Eher nicht für die Isolierung geeignet



    X-treme-Isolator:

      Vorteil:

    • In Form von Matten, Tafeln verschiedener Stärke

    • Lässt sich leicht verarbeiten

    • Kann mit handelsüblichen Klebern verarbeitet werden

    • Ist leicht

    • Sehr gut zum Abdecken der Fenster geeignet (nachts, Winter)

    • Gute Dämmeigenschaften
       

      Nachteil:

    • Preis

    • Schmiegt sich Konturen nicht so gut an

     

      Fazit:

    • Sehr gut für die Isolierung geeignet


    Neopren:

    • Sehr dehnbar

    • Leicht zu verarbeiten

    • Gute Isoliereigenschaften

    • Guter Schallschutz

    • Wenig Gewicht

    • Lässt sich vulkanisieren (Kaltverschweißen)

    • Passt sich den Fahrzeugkonturen gut an

    • Weniger geeignet um die Fenster zum schlafen abzudecken (zu weich)


     

      Nachteil:

    • Teuer

    • schwer zu beschaffen (Klima-, Lüftungsbau)


    Hinweis: Es sollten keine Silikat- bzw. Essig-basierten Versiegelungen (Silikon) im und am Fahrzeug eingesetzt werden! Diese spalten beim aushärten Essigsäure ab, welche Lack und Blech angreifen und zu früher Rostbildung führen. Alternativ gibt es spezielle Acrylat- oder Karosserie-Dichtmassen im Handel.


     

    Isolieren... By Ralf

    Alternativer Werkstoff: 
    Wenn eine wirklich gute Isolierung gewünscht wird gibt es alternativen zum X-treme-Isolator. 
    Ähnliche Matten unter anderem Namen oder aber Dämmmatten aus Neopren, Markennamen z.B. 'Armaflex' 

    Einsatz, Ziel: 
    Schall- und Wärmeisolierung des Fahrzeugs 

    Vorteile Neopren: 
    Leicht, dehnbar, schluckt Schall, lässt sich einfach gut verarbeiten, 
    Neopren gibt es in verschiedenen Stärken, Isoliert super, nimmt kein Wasser auf. 
    Da kein Taupunkt von Innenseite zur Aussenseite auftritt, tritt Kondensfeuchte gar nicht erst auf. 
    Bedingt durch seine porige Struktur mit geschlossenen Luftblasen tritt somit am Material selbst bei extremem Temperaturunterschied keine Kondenswasserbildung auf. 

    Hinweise: 
    Wird bei ‚vollflächiger Verklebung' eine Stelle mittendrin ausgelassen, ist dies sicher nicht schlimm, es wird zu keiner Kondenswasserbildung führen. 

    Neopren gibt es in Matten, auf Rolle mit unterschiedlichen Stärken (Etwa 2 mm - 2 cm Stärke) 
    Lüftungsbauer dämmen damit die Stahlschächte der Lüftung. 
    Tauch- und Surfanzüge bestehen meist aus Neopren. 

    Nachteile:

    • schwer zu bekommen (Heizung, Lüftung, Sanitär Fachhandel)

    • Nicht ganz billig (Na ja, ist der X-treme-Isolator auch nicht)


    Bezugsquellen: 
    Vermutlich nur über Heizungs-, Sanitärfachhandel oder über das WWW. (Internet) 

    Preise: nichts bekannt 

    Maße + Liefermengen: nichts bekannt 
     



    Das hier fand ich auch noch, Kollegen bestätigen meine Meinung... 

    [Zitat] 

    insul sheet® 
    Die flexible Endlosrolle für Energieeinsparungen in der Kälte- und Klimatechnik, 
    bietet die gleichen Vorteile gegen Kondenswasserbildung wie insul tube® K-Rohrisolierungen. 
    Auch als selbstklebende Version (insul sheet® xt) erhältlich. 
    K-Wert hier: µ >=5000 

    Climaflex® Rollen: 
    Sie werden aus einem geschlossenzelligen und vernetzten Polyethylenschaum gefertigt. 
    climaflex® Rollen werden in erster Linie bei der Isolierung von Luftkanälen, 
    Behältern oder großformatigen Rohren eingesetzt. 
    Der Wärmedurchgangswert: Lambda = 0,038 W/mK (Bei 40°C Mitteltemperatur) 

    Quelle: Climaflex von NMC 

    ClimaFlex-Rollen sind in etwa das gleiche Materiel wie der Reimo X-treme-Isolator. 
    vermutlich handelt es sich hier um ein ähnliches Material wie beim Armaflex AF, 
    welches hauptsächlich als schwere Matten in der Klimatechnik eingesetzt werden. 
    Das schwarze Zeugs hätte wahrscheinlich sogar Vorteile. Es lässt sich leichter verarbeiten, 
    da es weicher und flexibler ist (vorrausgesetzt, das ist wirklich ähnlich wie das Armaflex-Zeugs), 
    lässt sich leichter um die Ecken kleben als die relativ steife PU-Schaum-Matten. 
    Außerdem hat das Insul Sheet gleichzeitig Schalldämmende Wirkung, da es ziemlich schwer ist... 
    Selbstklebend wäre wohl das optimale... (Anm.: Gibt es!) 

    Sie entsprechen der DIN 1988 Teil 2. 

    Ein Weiterer Anbieter: Trobloc, da kosten 1m x 2m x 20mm um die 10Euro! 

    Quelle: Trobloc von Gaugler-Lutz 

    [/Zitat] 
     



    Anmerkung: 
    X-treme-Isolator, Neopren, Armaflex, Climaflex, insul sheet, insul tube sind eingetragene Warenzeichen (Markennamen) 

     


 

Unsere schöne Step-Tex-Wandbespannung gibt es nicht mehr. Hier können aber gut Handelsübliche Autohimmelstoffe oder Wand und Decken-Stoffe aus dem Bootsbau/Bootszubehör genommen werden. Diese gibt es oft auch mit Kaschierung (Gefütterter Rücken mit Schaum oder Schaumstoff) und kann meist auch mit Kontaktkleber oder Sprühkleber befestigt werden.