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Heizung – Suleica & Orion
 

Ein Danke an Frank C. für die Zusammenstellung zum Teil aus unseren Forumsbeiträgen

 

Anmerkungen, Erweiterungen und Berichtigungen sind ausdrücklich erwünscht! Sendet diese bitte an webmaster@suleica-orion-club.de

 

1. Wissenswertes über Fahrzeug-Standheizungen:

 

Standheizungen gibt es für Benzin- und Dieselmotoren. Es gibt Luft- und Wasserheizgeräte.

 Luft-Heizgeräte geben sehr schnell Wärme ab und dürfen im Innenraum des Fz. eingebaut werden.

Dazu müssen sie mit einer Ansaug- und Abgasleitung (für die Verbrennungsluft) von außen versehen sein. Diese müssen so verlegt sein, dass keine Abgase angesaugt werden können.

Die Heizung wird mit einer „Dosierpumpe“ und einer speziellen Kraftstoffleitung in das vorhandene Kraftstoffsystem eingebaut. Eine Schaltuhr und ein Steuergerät gehören zum Lieferumfang.

Meist gab es zusätzlich (gegen Aufpreis) auch eine Funk-Fernsteuerung.

Die von Tom erwähnte Sirokko-Heizung kenne ich nicht. Ein Luft-Heizgerät kostete in den 80er Jahren zwischen 600 und 900 DM, ohne Einbau. Das erneuern der Brennkammer zwischen 200 und 400 DM.
Heute kosten Luftstandheizungen ab 1000 Euro und wenn diese mit einem E-Kennzeichen versehen sind, ist auch kein 10-jähriger Brennkammern-Tausch mehr vorgeschrieben.

Funktion: Die Heizung besteht im Wesentlichen aus einem Wärmetauscher (mit Brennkammer), einem Verbrennungsluft-Gebläse, einer elektr. Zündung mit Zündkerze (Benziner) bzw. einer Glühkerze (Diesel) und einem Außengehäuse mit einem eingebauten Gebläse. In der Brennkammer wird der Kraftstoff entzündet, (die notwendige Luft kommt vom Verbrennungsluft-Gebläse) es entsteht eine Flamme, welche den Wärmetauscher erhitzt (wie bei der Gasheizung). Ein Gebläse fördert Luft aus dem Fz.-Inneren über diesen Wärmetauscher und erwärmt sie. Die Warmluft wird über Schläuche dorthin geleitet, wo sie benötigt wird (z.B. Frontscheibe).

 

Strom-/Kraftstoffverbauch (Benziner): Typ B1L - Verbrennungsluft-Gebläse ca. 20 W. Frischluftgebläse 50 W. Zündung ca. 40 W. Kraftstoffpumpe ca. 5 W. Somit ergeben sich rund 10 A.
Die B2L wird mit einem Durchschnittsverbrauch von 15 Watt angegeben. Des Webmasters B2L (im VW-Bus T4) heizt mit der 80Ah Zweitbatterie problemlos 48 Stunden, was den Stromverbrauch von unter 20W bestätigen dürfte :-). Diese beiden Typen gibt es nicht mit E-Kennzeichnung, so das es nicht empfehlenswert ist eine solche Heizung gebraucht zu kaufen. Der Kammertausch für sie Neuzulassung kostet ca. 1000 Euro.

Der Kraftstoffverbrauch liegt zwischen 0,25 – 0,5 ltr. pro Std.

Zur B2L hat Euer Webmaster div. Unterlagen.

 

Strom-/Kraftstoffverbauch (Diesel): Typ D1L – Verbrennungsluft-Gebläse, Frischluftgebläse und Kraftstoffpumpe haben den gleichen Verbrauch. Die Dieselheizung benötigt aber zur Zündung des Kraftstoffs eine Glühkerze. Diese benötigt runde 100 W. Allerdings nur für ca. eine Minute. Danach entzündet sich der Kraftstoff an der vorhandenen Flamme. Dadurch ergibt sich für den Start ein Verbrauch von rund 15 A. Danach verbraucht sie aber nur noch die Hälfte. Der Kraftstoffverbrauch liegt auch hier zwischen 0,25 – 0,5 ltr. pro Std.

 

Vorschriften: Der Gesetzgeber fordert einen Austausch der Brennkammer nach 10 Jahren (nur bei älteren Heizungen bis ca. Baujahr 1996 ohne E-Prüfzeichen und auch dann nur, wenn der Hersteller dieses als Wartungsintervall vorschreibt. Webasto und Eberspächer schreiben dieses generell vor), weil, wenn hier eine Undichtigkeit besteht, Verbrennungsgase im Fz. ankommen. Ob die Heizung innerhalb oder außerhalb des Fz. eingebaut ist spielt keine Rolle. Auch die Laufleistung der Heizung ist uninteressant, es zählen lediglich die 10 Jahre auf dem Typenschild. Wurde die Brennkammer getauscht, gibt es ein kleines Zusatzschild mit dem Hinweis „Brennkammer erneuert – Datum“ und ein entsprechendes Zertifikat, welches zukünftig mitzuführen ist. Diese Heizungen wurden vom Tüv geprüft und in die Fz.-Papiere eingetragen.

 

Wasser-Heizgeräte bringen nicht ganz so schnell Warmluft in den Innenraum, weil sie erst das Wasser aufheizen müssen. Dafür ist dann aber auch der Motor schon vorgewärmt (bis 70° C). Außerdem wird das komplette Fahrzeugeigene Heizungssystem genutzt (einschließlich Gebläse). Wasser-Heizgeräte dürfen nicht im Innenraum eingebaut werden. Es muss aber auch nach 10 Jahren keine Brennkammer getauscht werden. Es gibt Geräte die in die Kraftstoffanlage des Fz. eingebaut werden und Geräte mit eigenem Tank. Schaltuhr und Steuergerät sind auch hier Serie. Eine Funkbedienung kostet Aufpreis.

Die Heizung in meinem neuen Fgst. habe ich 2000 „ab Werk“ bestellt. Kosten um 1200 DM – „eingebaut“.

 

Funktion: Im Prinzip wie bei der Luft-Heizung. Nur das hier statt Luft, Wasser über den Wärmetauscher geleitet wird. Deshalb würden bei einer Undichtigkeit der Brennkammer die Abgase im Wasser und nicht im Fz. landen.

 

Strom-/Kraftstoffverbauch: Der Stromverbrauch der eigentlichen Heizung ist wesentlich niedriger als bei dem Luft-Heizgerät. Aber durch die Verwendung des Fahrzeugeigenen Gebläses wird dieser Vorteil gleich wieder vernichtet. Es wird zwar nur die 1. Stufe genutzt, aber die braucht in der Regel auch schon mehr als 50 W. Der Kraftstoffverbrauch ist dank besserer Regelung über das Steuergerät mit 0,05 – 0,25 ltr. pro Std. aber deutlich niedriger.

 

Vorschriften: Kein Einbau im Innenraum. Die Heizung muss nicht abgenommen und eingetragen werden (Voraussetzung ABE ist vorhanden und wird mitgeführt). Wer möchte kann sich die Anlage bei Tüv, Dekra usw. aber auch abnehmen und eintragen lassen.

 

Standheizungen sollten auch im Sommer gelegentlich für min. 15 Min. eingeschaltet werden. Das erspart böse Überraschungen im Winter wenn man sie braucht