Herzlich Willkommen
auf der
offiziellen Homepage des

Suleica - Orion - Club

Bitte Fenster über den Internet-Browser  schließen

Die SOC-Seite befindet sich im Hintergrund

 

Geschichte des Orions von Stefan - Heinz 17.01.2009

Kauf meines ORION etwa 1982. F20, Baujahr 1970 mit Austin A60. 1. Motorwechsel von A60 auf A70. (Mein erster und einziger Motorenumbau) Doch der TÜV hat es gemerkt. Also Rückbau und Einbau eines Dieselmotors 2,4l 65 PS. (Nun aber mit den Segen des TÜV)

Allerdings lag jetzt der Vorderwagen auf der Nase, weil die weich gewordenen Drehstäbe nicht mit dem Gewicht klar kamen. Darum Einbau von Zugfedern an der Vorderachse, um den Wagen hoch zu bekommen für einen minimalen Federweg.

Meine Familie reagierte allerdings zunehmend ablehnender auf den ORION wegen des zeitintensiven Arbeiten und der Kosten. (hatte 5 Kinder zu ernähren)

 

Folglich 1985 Rückgabe an den Hersteller Fa. BMW Depping / TFG in Detmold mit der Bitte um Weiterverkauf.

Bei dieser Firma dann wurde mein ORION im Zuge einer Probefahrt von einem Kaufinteressenten unterschlagen und unbekannt entführt. Herbst 1986 wieder gefunden in Burgdorf Lehrte, allerdings mit durchgetrenntem Chassis (Vorderachse, Motor und Getriebe fehlten, ebenso alle beweglichen Teile der Innenausstattung)  und mit riesigen Löchern im Boden. Auf dem Dach wuchs eine kleine Birke.

Nach der Freigabe durch die Kripo  Burgdorf holte ich das Wrack an den Niederrhein und versteckte es bei einem Bauern als Faustpfand gegen die Werkstattversicherung. (Ich war ja nicht der Geschädigte, sondern die Werkstatt Depping / TFG, und die hatte clever Insolvenz angemeldet!

 

Nach etlichen Gutachten gab es nur die Alternative: Totalschadenabrechnung und 8500 DM im Sack (Kaufpreis 24500,00 DM) oder Wiederaufbau  und neue Schadensbewertung danach. Also habe ich den Wiederaufbau gestartet und nun ein Chassis 306D mit 3,3 to der Stadtwerke Dinslaken gefunden. (Tag der 1. Zul. 11.2.1972.)   Alles neu oder überholt incl. Polster und Gardinen. Kosten etwa 28000 DM, erstattet etwa 22000 DM. Wieder in den Straßenverkehr gebracht am 5.5.1989

 

Da das 5,26er Getriebe nicht mit den Drehmomenten klar kam, starben viele Getriebeblöcke mit Hauptlagerschaden, ein ständiges Ärgernis.

Weil die Getriebegeräusche manchmal infernalisch laut wurden, war eine Urlaubsfahrt  auch nicht unbedingt die Erfüllung, sondern eher der Beginn eines Hörschadens mit gleichzeitiger, zeitweiliger Heiserkeit durch das lärmbedingte, ständige Anbrüllen meiner Reisebegleiter. 

 

Bald tauchte im Club der 1. MB100 - Umbau auf. (ich glaube 1992, Fam. K) Wahnsinnig teuer! Dann der 2. Umbau aus Aachen, allerdings hier war m. E. viel gemurkst worden.

 

Mein Traum war geboren, ein MB100 - Chassis musste her und war bald gefunden, (sogar mit Stabilisatoren (sehr empfehlenswert) und ABS. (Murks und bereits wieder ausgebaut)) Das habe ich in Begleitung des Aachener Umbaues als Mustervorlage zur Fa. v. d. Wal nach Schijndel / NL gebracht.

 

Dieser Betrieb stellt sich als Autoverwertung mit Werkstatt dar, spezialisiert auf Mercedes - Leicht - LKW auch ältester Baujahre und Borgwart als Hobby-Sparte.

Die beiden Betriebsinhaber also, Vater Arnold und Sohn Peter bauten Formen, Lehren oder Schablonen und erstellten unter ständiger Überwachung durch den TÜV Duisburg eine technisch ausgereifte und solide Konstruktion her.

 

Doch mein ORION ist kein MB100, obwohl Chassis und Motor von so einem Fahrzeug sind.  Ich habe nämlich nicht den konstruktiven Weg "alter Aufbau auf neuem Chassis" mit den Problemen wie Leuchtweitenregulierung und Gurte usw. gewählt, sondern es wurde ein Rahmentausch als Reparatur vorgenommen.

Damit blieb das Fahrzeug mein alter 306D, und die ursprüngliche FIN wurde durch den TÜV eingeschlagen / übertragen 

(Die MB 100 - Schilder auf den Foto sind nicht mehr vorhanden. Jetzt kommt da 306D - Schilder hin, wenn ich welche finde. Hat ein Klubmitglied welche??? )

 

1995 konnte ich dann nach unendlich vielen Problemen den neu lackierten ORION mit  den Segen des TÜV zulassen. Innen und außen gab es nur minimalste Veränderungen. Hier muss ich der Fa. van de Wal danken für die Leistung, welche auch dazu geführt hat, dass einige weitere Clubmitglieder hier einen Umbau vornehmen ließen.

Ich diente dann als Relaisstation zwischen Werkstatt, Auftraggeber und TÜV und würde zukünftig auch anderen Mitglieder, welche umbauen wollen gern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 

Und nun ist mir dieses Fahrzeug so ans Herz gewachsen, dass ich mich so schnell nicht von dem trennen kann.

Habe gerade den Abgassammler aus Guss erneuert, die alten Sitze gegen Ledersessel mit Armlehne getauscht, Kühler gewechselt, Luftfilter nach außen verlegt, Motorgondel isoliert. Jetzt fehlt nur noch ein Elektro- Kühlerventilator in Austausch gegen den durch Keilriemen angetriebenen Lüfterflügel, (soll etwa 3 - 5 PS bringen) und das Abflachen der Radhäuser, um die Ledersessel niedriger zu bekommen. Saß doch sehr hoch. Und deutlich leiser geht es jetzt im Innenraum auch zu. Ich brauche nicht mehr zu schreien, sondern kann mich ganz entspannt unterhalten. Solar und Kompressorkühlschrank gibt es auch.

 

Hoffe, dass ich nun in Ruhe die Fahrten im ORION genießen kann.

 

Allerdings äußerte mein Sohn als Resümee der letzten Urlaubsfahrt doch noch einen Wunsch: „Erstelle bitte eine mehrsprachige Beschreibung des ORION mit allen relevanten historischen Details, denn es nervt manchmal ungeheuer, min.10-mal pro Tag Auskunft über das exotisch schöne Fahrzeug geben zu müssen.